Private Label, OEM und ODM in der Schmuckfertigung: Was ist der Unterschied?
Beim Aufbau einer Schmuckmarke begegnen Ihnen drei Begriffe: Private Label, OEM und ODM. Hersteller verwenden diese Wörter teils in unterschiedlichem Sinn, was zu Verwirrung führt. In diesem Artikel erklären wir, was jedes Modell bedeutet, für wen es passt und was Sie vor der Entscheidung klären sollten.
Was ist Private Label?
Beim Private-Label-Modell liefert der Hersteller ein fertiges Produkt oder von Ihnen aus einer bestehenden Modellfamilie gewählte Stücke unter Ihrem Markennamen. Die Designlast liegt nicht bei Ihnen; Ihre Aufgabe sind Auswahl, Markenidentität und Verkauf. Branding wie Logopunze, Etiketten und Verpackung gehört zu diesem Modell. Einzelheiten finden Sie auf unserer Seite Private Label.
Was ist OEM?
Beim OEM-Modell (Original Equipment Manufacturer) ist das Design Ihres. Sie bringen eine Zeichnung, ein Referenzbild oder eine CAD-Datei mit, und die Werkstatt fertigt es. Das Design gehört Ihnen; der Hersteller übernimmt nur die Fertigung. Bei Schmuck ist dieses Modell meist als Lohnfertigung von Schmuck bekannt. Es ist der beste Weg für Marken, die ihre eigene Designsprache schützen.
Was ist ODM?
Beim ODM-Modell (Original Design Manufacturer) entwickelt der Hersteller auch das Design. Sie geben die Richtung vor: Stil, Zielkundschaft, Metall- und Steinwünsche; die Werkstatt macht daraus ein Modell. Das ist praktisch für Marken, die kein Designteam aufbauen, aber eine eigenständige Kollektion wollen. Wem das Design gehört und ob es exklusiv ist, muss schriftlich geklärt werden.
Was passt zu wem?
- Für einen schnellen, einfachen Start: Private Label
- Wenn Ihr eigenes Design fertig ist: OEM
- Wenn Sie eine Idee, aber kein Designteam haben: ODM
- Wenn Sie eine gemischte Kollektion planen: alle drei lassen sich kombinieren
Wie läuft der Prozess bei OSKA?
Nur Panther und Melis sind direkt auf Lager; alle anderen Produkte werden auf Bestellung von Grund auf gefertigt. Kein kundenspezifisches Design wird für andere gefertigt, und auf Wunsch wird eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) unterzeichnet. Zu den Designphasen siehe Schmuck-CAD-Design und Prototyp, zum allgemeinen Ablauf unseren Artikel zur Fertigung auf Bestellung.
Was Sie vor der Entscheidung fragen sollten
Wer behält die Designrechte? Ist das Modell exklusiv für Sie? Wie wird das Muster gefertigt? In welcher Phase wird das Branding ergänzt? Die Antworten hängen vom Fertigungsmodell ab und werden in der Angebotsphase schriftlich festgelegt. Auch Preis, Zeit und Mindestmenge hängen von Modell und Produkt ab; in diesem Artikel nennen wir keine Zahlen.
Muster und Zahlung
Muster sind kostenpflichtig; wird bestellt, wird der Betrag vom Bestellwert abgezogen. Bei Auftragsbestätigung wird eine Anzahlung erhoben, der Restbetrag wird bei Lieferung bezahlt. Jedes Produkt wird mit Feingehaltspunze geliefert, Diamanten und Labordiamanten mit GIA- oder IGI-Zertifikaten.
Kurze Checkliste
- Welches Modell passt zu Ihnen: Private Label, OEM oder ODM?
- Haben Sie Designrechte und Vertraulichkeit schriftlich geklärt?
- Kennen Sie die Musterbedingungen und den Zahlungsplan?
- Welche Modelle, Metalle und Steine möchten Sie?
Angebot anfordern
Wenn Sie das passende Modell für Ihre Marke gemeinsam bestimmen möchten, füllen Sie das Angebotsformular aus oder schreiben Sie an info@oskasilver.com. Welche Angaben für ein Angebot nötig sind, finden Sie in unserem Ratgeber zu den Angebotsangaben.
